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JA HORW DAS IST EIN SCHÖNER ORT... PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Administrator   

Hossa! Das müend er läse!! D'Horber send scho früener als grobi ond rohi bezeichnet worde :-))!! Im 18. Johrhondert send die französische Troppe wo Hergiswil agreffe hend im Wenku z'Horb schtationiert gseh!! I de Oschtschwiiz ond im Dütsche gehds mehreri Ort wo au Horw oder Horb heissed!! Ech schloh emou e Usflog det äne vor noch de Fasnacht!!! Esch ganz e enteressanti Sach!!!

 

Die Lebensgeschichte des Seetaler Lehrers und Schriftstellers Heinrich Ineichen (1808 - 1887), der von seinen Strapazen als Schullehrer zu Horw im Jahre 1828/ 29 berichtete. "...Die Bevölkerung von Horw wird als eine rohe, grobe bezeichnet, höhnte man ja, das sei der luzernische Tiergarten. Ich habe keinen Grund, diesem Urteil zuzustimmen. Originell ist der Horwer schon, zu Neckereien und Spott leicht aufgelegt; auch gibt es schon Exemplare, wie sie auf Bergen und einsamen Gehöften überall geraten, aber ein gesunder Natursinn, ein gemütlicher Kern wohnt ihnen doch inne. Man muss sie nur nicht von oben herab beherrschen wollen, sondern zu ihnen herantreten und sie auf ihrem Standpunkt erfassen, so lassen sie sich wohl an. Es lebt in ihnen ein grosses Freiheitsgefühl, und das will ja geschont, ja selbst geachtet werden, wenn es ein billiges Mass nicht überschreitet..." Seine Tätigkeit in Horw schien ihn aber doch übers Mass beansprucht zu haben, und er schrieb nach dem strengen Winter 1828/29, wo man mit dem Schlitten von Winkel bis Stansstad über den See fahren konnte: " Das alles war für meine Kräfte zu viel. Ich unterlag! Ein Nervenfieber warf mich aufs Krankenbett. Die Schule wurde für mehrere Wochen unterbrochen. Es stand schlimm; zeitweilig lag ich im Delirium!..."
Geschichte

Es gibt zwar keine Edlen von Horw, und kein Schloss, keine Mauern und kein altehrenwürdiges Dorfbild zeugen von grosser Vergangenheit. Doch soll man nicht glauben, Horw habe keine Geschichte. Horw entwickelte sich hindurch durch viele Zeiten und wurde zu dem, was es heute ist: ein wunderschönes Dorf. Urzeit (vor 20 Mio Jahren) Vor Jahrmillionen war die Gegend von einem Meer bedeckt. Davon zeugen Haifischzähne, die in Sandstein bei Oberscheidhalden, nördlich des Haltiwaldes gefunden wurden. Versteinerungen verschiedener Blätter in der Lehmgrube von Grisigen wir im Birreggwald erinnern an Wälder und tropische Pflanzen, die vor Urzeiten hier unter einer viel wärmeren Sonne wuchsen. Steinzeit (500'000 - 1'8000 v. Chr.) Das abwechslungsweise Vorstossen und Zurückweichen gewaltiger Eismassen des

Aare- und Reussgletschers prägt die Landschaft von Horw. Die auf der Längacherwaldhöhe geborgenen bearbeiteten Feuersteine (Silices) zeugen von der ersten Anwesenheit kleiner Bevölkerungsgruppen, deren Nahrungsgrundlage durch die Jagd und den Fischfang beschafft wurde. Bronzezeit (1'800 - 800 v. Chr.) Der Längacherwald wird Siedlungsraum bronzezeitlicher Menschen: bei Ausgrabungen Ende der zwanziger Jahre konnten Herdstellen festgestellt und verzierte Tonscherben geborgen werden. Eisenzeit (800 - Chr. Geburt) Der Nachweis einer Besiedlungskontinuität auf Längacher bis in die Eisenzeit ist bis heute noch nicht gelungen. Römische Epoche (Chr. Geburt - 400) Zeugen römischer Kultur sind auf Horwer Boden einstweilen noch spärlich. Ein Fragment einer granitenen Getreidemühle (Biregg) und eine Münze aus dem 3. Jahrhundert (St. Niklausen / Oberhasli) müssen als Hinweis genügen.

 


Frühmittelalter (400 - 800)

Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches dringen die Alemannen von Norden her kommend ins Mittelland ein und werden mitbestimmend für die heutige Sprach- und Siedlungsverhältnisse. Mittelalter 9. Jh. Edelleute verschenken ihre Besitzungen zwischen dem Pilatusberg und dem See an das St. Leodegarskloster in Luzern. 1231 Walter von Hochdorf und seine Gattin Bertha schenken ihre Güter zu Horw ebenfalls dem Kloster im Hof. In dieser Urkunde erscheint erstmals der Name "horwe". 1291 Der Abt von Murbach im Elsass, dem das St. Leodegarskloster gehört, verkauft seine Luzerner Länderreisen an die Habsburger. Horw wird dem habsburgischen Amte Rothenburg zugeteilt. 1381 Die Stadt Luzern, die 1332 dem Bund der Eidgenossen beigetreten war, nimmt Horw in Burgerrecht auf. 1386 Mit dem Sieg von Sempach erwirbt die Stadt Luzern das ehemalige habsburgische Amt Rothenburg. Damit wird Horw zusammen mit Kriens bis 1798 eine luzernische Landvogtei. 1780 Die Gemeinde Horw erhält das älteste bekannte Amtsrecht. 1798 Die Alte Eidgenossenschaft fällt zusammen. In Horw werden französische Truppen einquartiert und zu einem Angriff gegen Nidwalden geführt.


1831

Der neuen Kantonsverfassung gemäss unterteilt Horw die Organisation seines Gemeinwesens in eine Einwohner-, eine Ortsbürger- und eine Korporationsgemeinde. 1857 Horw erhält eine eigene Postablage. 1875 In Kastanienbaum legt erstmals ein Dampfschiff an der neuerstellten Lände an. 1889 Auf einem Schmalspurgeleise dampft die Brünigbahn erstmals durch Horw. 1892 Es wird eine "Wasserversorgungsgenossenschaft Horw" gegründet, die das Wasser aus Krienser Quellen bezieht. 1928 Der erste Autobus fährt von Luzern nach Horw. 1936 Horw setzt sein Seewasserwerk in Betrieb. 1955 Der erste in der Schweiz eröffnete Autobahnabschnitt führt durch Ennethorw. 1968 Am 1. August wird der zehntausendste Einwohner registriert. 1971 Eine neue Gemeinde-Organisation tritt in Kraft. Ein Einwohnerrat mit 30 Mitgliedern nimmt seine Arbeit auf. 1981 Horw begeht die 750-Jahr-Feier seiner ersten urkundlichen Erwähnung. 1998 Am 30. Dezember 1998 wird der zwölftausendste Einwohner registriert.
Wappen

Das Horwer Wappen

In Gelb ein roter, rechts aufsteigender Barsch

Trägt das gebirgige Graubünden einen Steinbock in seinem Wappen, so zeigt Horw, das von allen Gemeinden rund um den Vierwaldstättersee den längsten Uferanstoss besitzt, bezeichnenderweise einen Fisch: in Gelb ein schräg rechts aufsteigender roter Barsch - volkstümlich "Egli" genannt.

Die Herkunft des Horwer Wappens lässt sich auf den in früheren Zeiten rund um die Halbinsel verbreiteten Egli-Fang zurückführen. Heute bildet das Horwer-Egli ein farblich wie formlich gefälliges Gemeindewappen.

 
Und nun noch etwas zum Schmunzeln: Der Fisch

Ein pfiffiger Historiker meint zwar, dass kein im Fischerlatein nur einigermassen bewanderte Mensch im heutigen Horwer Wappen einen Barsch erkenne. Vielmehr sei die heutige Form des Barsches ähnlich einem Karpfen.

Dass der "Barsch" im Wappen von Horw ganz in rot gehalten sei, dürfte wohl eine heraldische Vereinfachung sein. Eigentlich wären ja nur die untern und hintern Flossen rötlich. Dafür fehlten aber auch die seitlichen schwarzen "Tigerstreifen". Man könne sich schwer vorstellen, dass hier aus politischen Gründen eine Farbe gegenüber der andern bevorzugt worden sei (in Horw sind sowohl die "Roten" und "Schwarzen" bzw. Christlichdemokraten und Freisinnigen vertreten). Vielleicht habe aber bei der Neugestaltung des roten Horwer Wappenfisches auch im Unterbewusstsein die Vorstellung eines wohlgenährten Goldfisches mitgespielt (ein naher Verwandter des Karpfens!). Vielleicht wolle ja die Gemeinde Horw damit zum Ausdruck bringen, dass "Goldfische", d.h. zahlungskräftige Bürgerinnen und Bürger, in dieser Gemeinde besonders willkommen seien ....................

Der Name "Horw"

Das Wort Horw "Horw" wird vom mittelhochdeutschen "hor" sowie dem gotischen Wort "hurwin" abgeleitetet und bedeutet Schlamm, sumpfiger Boden, womit auf die Bodenbeschaffenheit des Talbodens hingewiesen wird. Der Name Horw wurde erstmals in einer Urkunde im Jahr 1231 erwähnt, in welcher Walter von Hochdorf und seine Frau Berchta ihre Güter bei "horwe" und einen Zehnten im Moos, dem Kloster des Hl. Leodegar in Luzern, vermachten. Die Aussprache Die vergleichende Sprachwissenschaft hat festgestellt, dass die beiden Mitlaute b und w sehr verwandt sind, dass diese Laute sich in der Entwicklung der deutschen Sprache nicht nur ablösen, sondern dass man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, welcher von ihnen der ältere - und damit der richtigere - ist. Dem Ortsnamen liegt die Dativ-Konstruktion "ze horwe" zugrunde. Dieses "w" muss noch im spätmittelhochdeutschen als stimmhafter Reiblaut mit beiden Lippen gesprochen worden sein. Das hat dann eine Lautentwicklung vom "w" zum "b" begünstigt. Oder einfacher ausgedrückt: man spricht viel leichter "Horb" als "Horw". Die heutige Schreibweise "Horw" richtet sich wohl nach der im 19. Jahrhundert eingeführten amtlichen Schreibung (Kanzleisprache), die sich in unserem Fall nicht an der Umgangssprache, sondern an der historischen Schreibart orientierte. Alle anderen ähnlich lautenden Orte haben diese Lautentwicklung durchgemacht und heissen heute "Horb". Sie liegen bezeichnenderweise meistens an einem See oder an einem Fluss, also in einem Gebiet, das öfter sumpfig sein kann oder früher einmal sumpfig war. Orte in CH und D: Horw/Alt St. Johann SG, Horb/Gottshaus TG, Horw am Neckar, Horb an der Steinach (Mitwitz), Horw am Main (Hochstadt-Marktzeuln).