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Eine fasnächtliche Interpretation der Weihnachtsgeschichte
© 2004 by Theo
Es begab sich im Februar im Jahre des Eglis 2004, dass ein Gebot von Kaiser Alex I. von und zu Horw ausging, dass all seine Untertanen gezählt würden. Und jedermann ging, um sich zählen zu lassen, in sein Dorf.
Da machte sich auch Josef (genannt "Gaudi") Banz aus dem Entlebuch, der Heimat des Kafi Schnaps, auf in das gelobte Land, dass da heisse Horw, um sich zählen zu lassen, da er ein Untertan Alex I. war. Er ging zusammen mit Raffamaria, seinem vertrauten Weibe. Die Reise ging nur langsam vonstatten, da Raffamaria hochschwanger war und Josef ständig seine Hose verlor.
So kam es, dass das Paar das gelobte Land nicht mehr vor dem Eindunkeln erreichte und in der Stadt Luzern Nachtruhe halten musste. Es gestaltete sich jedoch schwierig, eine bescheidene Herberge für die Rast zu finden, konnte sich doch Josef nach dem Genuss der gesamten Wegzehrung, welche vor allem aus Kafi Schnaps bestand, nicht mehr richtig artikulieren. Die Dämmerung war schon weit fortgeschritten, als man ihnen schliesslich in einem Keller auf der Treppe unter der Egg Einlass gewährte. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass Raffamaria gebären sollte. Und sie gebar ihre erste Tochter und wickelte sie in Windeln und legte sie in eine Krippe.
Und es waren Krienser in derselben Gegend auf dem Kleinfeld bei ihren Schafen, sie hüteten des Nachts ihre Herde. Und auf einmal erschütterte ein riesiger Knall die nächtliche Ruhe - es war der Urknall. Die Krienser fürchteten sich sehr. Doch da trat ein Horwer aus dem Stadionbeizli und sagte zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Das war bloss der fasnächtliche Urknall - doch davon versteht ihr nur Bahnhof (hoho, merked ehr öpis?)! Höret, ich verkünde euch eine grosse Freude, denn heute ward das Fasnachtskind geboren!" So wich die Angst vom Angesicht der Krienser und sie begannen zur Lobpreisung des Fasnachtskindes das Horwer Lied zu singen.
Zur gleichen Zeit kamen über die Allmend drei majestätische Männer ihres Weges. Es waren die drei Weisen aus dem Horwerland, die da hiessen Papa Chico, The one and only, und - erkennbar an der vom Schnupf schwarz gefärbten Nase - Zöri. Auch sie hatten den Urknall vernommen und deuteten diesen als Zeichen, dass das Fasnachtskind geboren ward. So machten sie sich auf, um dem Kinde ihre Geschenke darzubringen. PC hatte eine Kiste Eichhof-Bier dabei, Theo ein Päckli Sweets und Zöri eine Dose Schnupftabak.
Nach mehrmaligem Unterbrechen der Reise zur Einkehr in Gaststätten, erreichten die drei Könige schliesslich erschöpft aber frohgemut die Treppe unter der Egg. Und da sahen sie es: das Fasnachtskind lag in einer Krippe, eingewickelt in eine gelb-rote Windel. Raffamaria strich dem Kinde zärtlich mit der Hand über die Wange, Josef lag daneben und schlief seinen Rausch aus. Überwältigt vom Anblick des Fasnachtskindes überreichten die drei Könige der Mutter ihre Geschenke.
So wurde das Kind auf den Namen FernandO getauft und alle zusammen zogen freudig an die Fasnacht (ausser Josef). Seither predigt das Fasnachtskind FernandO alljährlich seinen Jüngern (Herrgöttlis) ausgelassen die Fasnacht. Und wenn sie nicht gestorben sind, so feiern sie heute noch.
AMEN!
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